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Berlin
In den Spuren von Peter Wust
Studienreise vom 1. bis 5. August 2014
Leitung Dr. Herbert Hoffmann

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder der Peter Wust Gesellschaft und Interessierte.

Nach seinem Abitur am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Trier studierte Peter Wust ab 1907 in Berlin und Straßburg Germanistik, Anglistik und Philosophie.

Grund genug seine Spur in Berlin aufzunehmen.

Weitere Informationen zur Reise erhalten Sie hier als PDF.

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Peter-Wust-Gesellschaft feiert Jubiläum
Losheim. Prälat Dr. Herbert Hoffmann ist von der Mitgliederversammlung der Peter-Wust-Gesellschaft als Präsident bestätigt worden. Aus Anlass ihres 30-jährigen Bestehens hatte die Peter-Wust-Gesellschaft zu einer Feierstunde in den Saalbau Losheim eingeladen.
 
1982 war die Gesellschaft im Rathaus in Losheim gegründet worden. Von den Gründungsmitgliedern waren der damalige Losheimer Bürgermeister Raimund Jakobs, Manfred Montnacher aus der Familie des saarländischen Philosophen, Hans Gerd Meiers, Fritz Bersin und Georg Hasenmüller bei der Jubiläumsfeier mit dabei.
 
"Die Gründungsmitglieder hatten es für notwendig erachtet, dem geistigen Erbe des christlichen Existenzphilosophen Peter Wust mehr Aufmerksamkeit zu schenken", sagte Prälat Hoffmann in der Feierstunde. Es gehe bei Wust immer wieder um die Frage, "was einen Menschen zum Menschen macht, was trägt und was tragfähig macht. Nicht zuletzt um die Frage, welche bewegende Kraft vom christlichen Glauben ausgeht". Hoffmann erinnerte in seiner Rede an einige der Aktivitäten der Gesellschaft: von der Pflege des Peter-Wust-Archivs, das heute bei der Christlichen Erwachsenenbildung untergebracht ist, bis zur Erstellung einer Dauerausstellung im Geburtshaus des Philosophen in Rissenthal oder der Anlage des Peter-Wust-Weges von Rissenthal nach Wahlen mit Meilensteinen und Zitaten aus dem Werk des Philosophen.
 
Lothar Christ, Bürgermeister der Gemeinde Losheim am See, würdigte das Wirken der Gesellschaft, an deren Zielen man mitwirke, wie etwa beim gemeinsamen Projekt Peter-Wust-Weg. Christ kündigte ein ähnliches Projekt im neuen Garten der Vier Jahreszeiten an. Auch dort wolle man einen Weg oder Pfad in Erinnerung an Peter Wust errichten, um sein Erbe zu bewahren. Christ dankte der Peter-Wust-Gesellschaft und der CEB für die gute Zusammenarbeit im gemeinsamen Bestreben "die Gedanken von Peter Wust, dem großen christlichen Existenzialisten" zu erhalten.
(Quelle: Saarbrücker Zeitung, 29. Mai 2012)
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Bilder Peter-Wust-Gesellschaft 30 Jahre
 
 
 
 
 
Fotos: Gemeinde Losheim am See
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Appell gegen „Alternativlosigkeit“
Professor Dr. Klaus Töpfer mit dem Peter-Wust-Preis ausgezeichnet
 
 
Saarbrücken – Professor Dr. Klaus Töpfer ist mit dem Peter-Wust-Preis 2011 ausgezeichnet worden. Der mit 2.500 Euro dotierte Preis wurde dem ehemaligen Bundesumweltminister und aktuellen Vorsitzenden der Ethikkommission zur Zukunft der Kernenergie am 3. April in Saarbrücken verliehen. Stifterinnen der seit 1975 vergebenen Auszeichnung sind die Katholische Akademie Trier und die Christliche Erwachsenenbildung (CEB). Ausgezeichnet wurde der 72-jährige Politiker „für sein Wirken aus christlicher Verantwortung in den Herausforderungen zur Bewahrung der Schöpfung und zum Wohl der Menschen, was er in verantwortlicher Position und internationalen Funktionen und auch durch sein ganzes politisches Leben wahrgenommen hat“, heißt es in der Verleihungsurkunde. Die politische Arbeit Töpfers verbinde sich „mit dem Wunsch, dass den Menschen auf dieser Erde eine gute Zukunft gesichert und ermöglich bleibt“.
 
Töpfer, 1998 bis 2006 Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, ist der 27. Träger des Peter-Wust-Preises. Die Auszeichnung soll nach dem Willen der Stifterinnen vergeben werden an Künstler, Wissenschaftler oder Politiker aus dem „altlotharingischen Herzland europäischer Kultur“, die sich verdient gemacht haben, um „die Erhellung menschlichen Daseins aus christlichem Verständnis“.
 
Überreicht wurde der Peter-Wust-Preis von Akademiedirektor Jürgen Doetsch und dem Vorsitzenden der CEB, Gisbert Eisenbarth, gemeinsam mit dem Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann. Gäste der Feierstunde im Fernsehstudio 1 des Saarländischen Rundfunks waren unter anderen Mitglieder der saarländischen Landesregierung, an der Spitze Ministerpräsident Peter Müller und der rheinland-pfälzische Justizminister Dr. Heinz Georg Bamberger. Mit Schwester Basina Kloos, Rita Waschbüsch und Léon Zeches nahmen auch Peter-Wust-Preisträger der letzten Jahre an der Feier teil, die von Sebastian Folz (Klavier), Theresia Rosendörfer (Cello) und Johannes Kirchner (Klarinette) musikalisch gestaltetet wurde. Der Trierer Professor Dr. Werner Schüßler gab mit seinem Vortrag „Peter Wust als Denker der Pietät“ den rund 200 Gästen einen Einblick in das Denken des aus dem saarländischen Rissenthal stammenden Philosophen Peter Wust.
 
Mit Klaus Töpfer werde eine Person ausgezeichnet, „die - ganz nach Peter Wust - aufgrund christlicher Überzeugung handelt“, sagte Ministerpräsident Peter Müller in seiner Laudatio. Töpfer, „der Umweltpolitiker aus Passion“, werde gerade jetzt national und international gebraucht und es sei gut, dass er sich der neuen Aufgabe in der Ethikkommission zur Kernkraft mit „ungebrochener Leidenschaft“ widme. Töpfer habe sich der ökologischen Herausforderungen immer auch als Ökonom gestellt und dabei nie vergessen, dass die Wirtschaft für die Menschen eine dienende Funktion haben soll. Als „Pionier der Nachhaltigkeit“ habe er das Verursacherprinzip in die Umweltpolitik eingeführt. Töpfer sei dabei durchaus „kein Querdenker“ sondern ein „Geradeaus-Denker der seiner Überzeugung Rechnung trägt“, sagte Müller und bezeichnete den neuen Preisträger als „Vorbild“. Der neue Preisträger Töpfer nahm die Gelegenheit wahr, um in seiner Dankrede aufzurufen „gegen das Diktat der Alternativlosigkeit“ und zu werben für „ein Ende des Diktates der Kurzfristigkeit“. Es gelte, Alternativen darzustellen, damit sich die Menschen entscheiden können und es gelte ebenso, die Langfristigkeit für das Handeln zurück zu gewinnen. „Das Einzige, was alternativlos ist, ist der Glaube. Und daran sollte man erinnern“, sagte der neue Peter-Wust-Preisträger.
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Bonn-Köln-Münster
In den Spuren von Peter Wust
2-Tagesfahrt 5. und 6. Oktober 2013

Verehrte Damen und Herren,

erneut machen wir uns auf den Weg
"in den Spuren von Peter Wust"

- 1914 in Bonn zum Dr. phil. promoviert,

- 1921-31 Lehrer am Kaiser-Wilhelm- und am Dreikönigs-Gymnasium in Köln, Freundschaft mit Max Scheler,

- 1930-40 Professor für Philosophie an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster,
   freundschaftliche Beziehung zu Edith Stein.

 
Die Stationen der Reise werden begleitet von Dr. Marc Röbel, geistlicher Direktor der "Katholischen Akademie Stapelfeld".
Es empfiehlt sich eine frühzeitige Anmeldung:
Peter-Wust-Gesellschaft
Industriestr. 6-8
66663 Merzig
Telefon : 06861-9308-44
eMail: peter-wust-gesellschaft(at)ceb-akademie.de
 
Preisverleihung am PWG Merzig am 21. Juni 2013
Liebe Abiturientinnen und Abiturienten, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Eltern

ich freue mich, noch einmal hier am Peter Wust Gymnasium in Merzig den kleinen Peter Wust-Preis verleihen zu dürfen.

Zunächst aber darf ich Sie, liebe Abiturientinnen und Abiturienten, zum bestandenen Abitur beglückwünschen.
Reifezeugnis wird das genannt, was Sie jetzt in Händen halten. Es kommt demnach beim Abitur nicht in erster Linie auf das an, was vor und hinter dem Komma steht, auch wenn es der Mühe Lohn ist, sondern ob sie im Laufe der Jahre als Menschen gewachsen und gereift sind.

Wer sich auf Peter Wust einlässt, wird immer an sich selbst verwiesen und kommt mit dem Fragen an kein Ende. Wer sich auf Peter Wust einlässt, kann gar nicht anders, als auch sich selbst in Frage zustellen:

- Wer bin ich und wo will ich hin?
- Was ist mir wichtig, wofür stehe ich?
- Was trägt mich? Was bewegt mich? Worauf kann ich begründet hoffen?
- Wenn der Markt noch mehr um sich greift und das Leben bestimmt, was kann ich dann tun, um nicht zum bloßen Leistungsträger und Marktteilnehmer zu verkommen?
.
Dass der Mensch Mensch werde war das zentrale Anliegen von Peter Wust. Es freut mich sehr, dass immer mehr junge Menschen dies als Anliegen begreifen und es zur Lebensaufgabe machen..

Heute wird eine Abiturientin/ ein Abiturient mit dem Kleinen Peter Wust Preis ausgezeichnet, der/ die sich im Geist des Evangeliums für andere eingesetzt hat, in der Schule wie im außerschulischen Raum, z.B. in kirchlichen Projekten. Ich verrate zunächst nicht mehr..

Der Kleine Peter Wust Preis geht in diesem Jahr an Florian Schneider.

Ich darf Florian Schneider zu mir bitten.

Ich habe erfahren, dass er gut bei Stimme ist. Wer in Chören mitsingt muss zudem ein gutes Gehör haben. Es kommt ja auf den Zusammenklang an.
Und da gibt es noch etwas, das ich faszinierend finde. Florian will für ein Jahr an einem Entwicklungsprojekt in Afrika teilnehmen, also dazu beitragen, dass Menschen auf eine menschenwürdige Zukunft zugehen dürfen..
Ich habe selbst vor ein paar Jahren ein Schulbauprojekt in Burundi, dem ärmsten Land der Welt, auf den Weg gebracht. Der kurze Aufenthalt dort vor 2 Jahren hat mich tief beeindruckt und meinen Horizont verändert.
Gratulation an Florian zu diesem Vorhaben und noch einmal Gratulation zum Kleinen Peter Wust Preis.

Er besteht aus einer Kupfertafel mit einem Zitat von Peter Wust,
einer Urkunde der Peter Wust Gesellschaft und dem posthum erschienenen Werk „Gestalten und Gedanken“
Mit Blick auf das Jubiläumsjahr der Schule kommt noch etwas dazu. Ich lade Florian Schneider ein zu einer Zweitages-Fahrt in den Spuren von Peter Wust am 5./6.Oktober. Die Busfahrt geht mit Stationen in Bonn und Köln nach Münster, wo Wust 1o Jahre als Professor gewirkt har. Fahrt- und Übernachtungskosten übernimmt die Gesellschaft.

Zu dieser Fahrt darf ich auch weitere interessierte Abiturientinnen und Abiturienten, Lehrer und Eltern herzlich einladen. Auskunft gibt die Geschäftsstelle in Hilbringen.
Glückwunsch noch einmal an alle Abiturientinnen und Abiturienten und Gottes Segen für den weiteren Weg.

Dr. Herbert Hoffmann

 
Preisverleihung in Wittlich am 15.März 2013
Liebe Abiturientinnen und Abiturienten, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Eltern, verehrte Gäste.

Ich freue mich, noch einmal am PWG in Wittlich zu sein um eine Abiturientin/einen Abiturienten mit dem kleinen Peter Wust Preis auszuzeichnen. Doch zunächst möchte ich allen Abiturientinnen und Abiturienten zum bestandenen Abitur herzlich gratulieren.
 
Es gibt zwei Dinge, über die ich mich heute anlässlich der Abiturfeier und der Preisverleihung freue.
Zum einen, dass uns der große Philosoph Peter Wust aus Rissenthal heute noch etwas zu sagen hat, wenn es um grundlegende Fragen unseres Leben geht,
- um die Frage, was einen Menschen bewegt, im Innersten motiviert
- um die Frage, was trägt, wenn der Boden unter uns zu wanken beginnt,
- um die Frage, was wir begründet hoffen dürfen, auch angesichts der letzten Schwelle unseres Lebens.
 
Und zum anderen freut es mich,
- dass es junge Menschen gibt, die ihre Talente wahrnehmen und voll entfalten,
- die keine theoretischen Antworten auf die Fragen des Lebens haben wollen, sondern
- ausprobieren, wie Leben geht und sich engagieren, Erfahrungen sammeln,
- und sich dabei in der Spur dessen bewegen, der sein Leben verschenkt hat, so dass der Tod es nicht mehr nehmen konnte. Das ist es ja, was wir bald an Ostern feiern.
 
Zu diesen jungen Menschen gehört die diesjährige Preisträgerin/der diesjährige Preisträger.

Wir wollen das noch offen lassen. Es ist fast so spannend wie bei der Papstwahl.

Es ist eine Spitzenschülerin/ ein Spitzenschüler, was die schulischen Leistungen betrifft. Aber das ist für den Peter Wust Preis nicht in erster Linie entscheidend,
- seit vielen Jahren engagiert in der Heimatpfarrei, vor allem in der Kinder- und Jugendarbeit, bei Kindern wie Jugendlichen sehr beliebt
- aber auch überregional in der Verbandsarbeit engagiert.
 

Der Kleine Peter Wust Preis geht in diesem Jahr an ANNA ARENT aus Altrich.

Ich darf Anna Arent zu mir bitten. Glückwunsch!

Wollte ich all das nennen, wofür sie sich eingesetzt hat, ich käme an kein Ende. Nur ein paar Stichworte:
Messdienerin, Firmkatechetin, Mitglied im Jugendaussschuß des Pfarrgemeinderates, Gruppenleiterin, Mitglied der Pfarrleitung der KJG Altrich, der Diözesankonferenz und der Bezirksleitung. Kompliment!

Der Preis besteht aus einer Kupferplatte mit einem Zitat von Peter Wust und dem posthum
erschienenen Werk „Gestalten und Gedanken“

Das Wust-Zitat lautet:
Ein Mensch kann als Mensch niemals an dem gemessen werden was er und wie viel er weiß. Er kann als Mensch nur danach bewertet werden, was er liebt und in welchem Maße er zur reinsten Kraft der Liebe fähig ist.

Außerdem gehören Sie fünf Jahre beitragsfrei der Peter-Wust-Gesellschaft an. Damit verbinde ich auchdie Einladung zu einer Fahrt in den Spuren von Peter Wust nach Bonn, Köln und Münster, wo Peter Wust 10 Jahre als Professor gewirkt hat und 1940 gestorben ist.
Zu dieser Fahrt lade ich auch die anderen Abiturientinnen und Abiturienten, die Lehrer und die Eltern ein.

 
Der Preisträgerin ANNA ARENT und allen Abiturientinnen und Abiturienten alles Gute, Gottes Segen auf dem weiteren Weg.
Dr. Herbert Hoffmann
 
EINLADUNG
zu einer Feierstunde anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Peter-Wust-Gesellschaft
 
Samstag, 12. Mai 2012, 11:00 Uhr
Saalbau Losheim am See
 

Liebe Mitglieder, verehrte Damen und Herren,

vor 30 Jahren wurde in Losheim die Peter-Wust-Gesellschaft gegründet mit dem Ziel, das geistige Erbe des großen saarländischen Philosophen Peter Wust weiter zu tragen und für die Gegenwart fruchtbar zu machen.

Dies geschieht u. a.

- in Vorträgen nahmhafter Referenten
- über die jährlich wachsende
  Edition-Peter-Wust im LIT-Verlag
- bei Exkursionen in den Spuren von Peter Wust
- durch die Verleihung des Kleinen Peter-Wust-Preises an den Peter-Wust-Gymnasien in Merzig und Wittlich

Mit dem Vorstand lade ich Sie zu dieser Feierstunde herzlich ein.

Dr. Herbert Hoffmann
Präsident

 
Programm:

• Musik
• Begrüßung und kurzer Rückblick
• Grußworte
• Musik
• Empfang

Wir bitten um Anmeldung.

Peter-Wust-Gesellschaft
Geschäftsstelle
in der CEB-Akademie
Industriestr. 6-8
66663 Merzig

Tel. 06861-930825 • Fax: 06861-930825 • eMail: peter.wust(a)ceb-akademie.de

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Auf den Spuren Peter Wusts - von Rissenthal nach Wahlen
Begehung entlang der Wust-Meilensteine am 10. September 2011
Rissenthal. Zum fünften Mal lädt die Peter-Wust-Gesellschaft zur Begehung des Peter-Wust-Weges von Rissenthal nach Wahlen ein. Der ca. 9 km lange Rundweg ist mit Meilensteinen ausgestattet, die dazu einladen, ein Wort von Peter Wust zu bedenken. Treffpunkt ist Samstag, 10. September, 10:00 Uhr am Geburtshaus von Peter Wust in Rissenthal. Interessenten sind herzlich eingeladen, den Weg, den Peter Wust zum Lateinunterricht bei Pfarrer Braun in Wahlen zwei Jahre lang zurücklegen musste, in einer Schar von Wustfreunden zu gehen. Zum Abschluss trifft sich die Gruppe wieder am Wust-Haus in Rissenthal, wo eine Erfrischung und ein kleiner Imbiss angeboten werden.
 
Peter-Wust-Gesellschaft
In den Spuren von Peter Wust
Tagesfahrt ins Elsaß am Samstag, 14. Mai 2011
Die Peter-Wust-Gesellschaft lädt Sie zu einer Tagesfahrt ins Elsaß ein.
 
Nach seinem Abitur am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Trier 1907 studierte Peter Wust in Berlin und Straßburg Germanistik und Anglistik.
Mit dem elsässischen Schriftsteller und Seelsorger Kurt Pfleger (1883-1975) unterhielt er in den letzten Lebensjahren einen lebhaften Briefwechsel.
 
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Trier, im März 2011
Dr. Herbert Hoffmann

 
Programm:
08:00 Uhr Abfahrt in Merzig
10.00 Uhr Führung in der Kathedrale von Straßburg
  Besuch der Universität Straßburg
  Mittagspause zur freien Verfügung
15:00 Uhr Weiterfahrt nach Bilwisheim und Behlenheim, wo Karl Pfleger wirkte. Einblick in den Dialog mit Peter Wust.
20:00 Uhr Ankunft in Merzig
 
Zustiegsmöglichkeiten in Wittlich, Trier, Saarbrücken, bei Bedarf auch an der Strecke.
Teilnehmerzahl max. 40 Personen
Fahrt- und Führungskosten 40,00 €
 
Anmeldung an:

Peter-Wust-Gesellschaft
Geschäftsstelle
CEB-Akademie
Industriestr. 6-8
66663 Merzig

Fax: 06861-930825
eMail: peter.wust(a)ceb-akademie.de

 

Überweisung des TN-Betrages an:

Sparkasse Merzig-Wadern
BLZ 593 510 40
Konto 101 09 33

 
Mit der Teilnahmebestätigung erhalten Sie die Abfahrtszeiten an den Zustiegsorten und den Zeitpunkt der Rückkehr.
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Appell gegen „Alternativlosigkeit“
Professor Dr. Klaus Töpfer mit dem Peter-Wust-Preis ausgezeichnet
Saarbrücken – Professor Dr. Klaus Töpfer ist mit dem Peter-Wust-Preis 2011 ausgezeichnet worden. Der mit 2.500 Euro dotierte Preis wurde dem ehemaligen Bundesumweltminister und aktuellen Vorsitzenden der Ethikkommission zur Zukunft der Kernenergie am 3. April in Saarbrücken verliehen. Stifterinnen der seit 1975 vergebenen Auszeichnung sind die Katholische Akademie Trier und die Christliche Erwachsenenbildung (CEB). Ausgezeichnet wurde der 72-jährige Politiker „für sein Wirken aus christlicher Verantwortung in den Herausforderungen zur Bewahrung der Schöpfung und zum Wohl der Menschen, was er in verantwortlicher Position und internationalen Funktionen und auch durch sein ganzes politisches Leben wahrgenommen hat“, heißt es in der Verleihungsurkunde. Die politische Arbeit Töpfers verbinde sich „mit dem Wunsch, dass den Menschen auf dieser Erde eine gute Zukunft gesichert und ermöglich bleibt“.
 
Töpfer, 1998 bis 2006 Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, ist der 27. Träger des Peter-Wust-Preises. Die Auszeichnung soll nach dem Willen der Stifterinnen vergeben werden an Künstler, Wissenschaftler oder Politiker aus dem „altlotharingischen Herzland europäischer Kultur“, die sich verdient gemacht haben, um „die Erhellung menschlichen Daseins aus christlichem Verständnis“.
 
Überreicht wurde der Peter-Wust-Preis von Akademiedirektor Jürgen Doetsch und dem Vorsitzenden der CEB, Gisbert Eisenbarth, gemeinsam mit dem Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann. Gäste der Feierstunde im Fernsehstudio 1 des Saarländischen Rundfunks waren unter anderen Mitglieder der saarländischen Landesregierung, an der Spitze Ministerpräsident Peter Müller und der rheinland-pfälzische Justizminister Dr. Heinz Georg Bamberger. Mit Schwester Basina Kloos, Rita Waschbüsch und Léon Zeches nahmen auch Peter-Wust-Preisträger der letzten Jahre an der Feier teil, die von Sebastian Folz (Klavier), Theresia Rosendörfer (Cello) und Johannes Kirchner (Klarinette) musikalisch gestaltetet wurde. Der Trierer Professor Dr. Werner Schüßler gab mit seinem Vortrag „Peter Wust als Denker der Pietät“ den rund 200 Gästen einen Einblick in das Denken des aus dem saarländischen Rissenthal stammenden Philosophen Peter Wust.
 
Mit Klaus Töpfer werde eine Person ausgezeichnet, „die - ganz nach Peter Wust - aufgrund christlicher Überzeugung handelt“, sagte Ministerpräsident Peter Müller in seiner Laudatio. Töpfer, „der Umweltpolitiker aus Passion“, werde gerade jetzt national und international gebraucht und es sei gut, dass er sich der neuen Aufgabe in der Ethikkommission zur Kernkraft mit „ungebrochener Leidenschaft“ widme. Töpfer habe sich der ökologischen Herausforderungen immer auch als Ökonom gestellt und dabei nie vergessen, dass die Wirtschaft für die Menschen eine dienende Funktion haben soll. Als „Pionier der Nachhaltigkeit“ habe er das Verursacherprinzip in die Umweltpolitik eingeführt. Töpfer sei dabei durchaus „kein Querdenker“ sondern ein „Geradeaus-Denker der seiner Überzeugung Rechnung trägt“, sagte Müller und bezeichnete den neuen Preisträger als „Vorbild“. Der neue Preisträger Töpfer nahm die Gelegenheit wahr, um in seiner Dankrede aufzurufen „gegen das Diktat der Alternativlosigkeit“ und zu werben für „ein Ende des Diktates der Kurzfristigkeit“. Es gelte, Alternativen darzustellen, damit sich die Menschen entscheiden können und es gelte ebenso, die Langfristigkeit für das Handeln zurück zu gewinnen. „Das Einzige, was alternativlos ist, ist der Glaube. Und daran sollte man erinnern“, sagte der neue Peter-Wust-Preisträger.
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Veranstaltungen, die dem geistigen Erbe von Peter Wust gewidmet sind:
 
„Peter Wust - Leben und Wirken eines großen, Losheimer Philosophen“
Austellung im Foyer der Volksbank Untere Saar eG
Prälat Dr. Herbert Hoffmann, Präsident der Peter-Wust-Gesellschaft und Bernd Mayer, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Unter Saar eröffnen die Ausstellung

Auf verschiedenen Bildtafeln wird das Leben und Wirken des am 28. August in Rissenthal geborenen Peter Wust dokumentiert. Wust besuchte zunächst die einklassige Volksschule seines Heimatortes, dann das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Trier. Seine Eltern hofften, er würde katholischer Priester werden, stattdessen entschloss er sich nach dem Abitur zum Studium der Geisteswissenschaft.

Ab 1907 studierte Wust in Berlin und Straburg Germanistik, Anglistik und Philosophie. Er war als Lehrer in Berlin, Neuss, Trier und Köln tätig und promovierte 1914 an der Universität Bonn.

1930 wurde er als Philosophieprofessor an die Westflische Wilhelms-Universität in Münster berufen, ohne habilitiert zu sein. Fast gleichzeitig mit Heidegger entwarf er seine existenzialistische Philosophie, doch Wusts Philosophie war von christlicher Prägung. Als Adolf Hitler an die Macht kam, war Wust einer der wenigen, der Hitlers Buch:" Mein Kampf" gelesen hatte und war während des Nationalsozialismus im kirchlichen Widerstand aktiv. Peter Wust plante eine kulturelle Offensive des deutschen Katholizismus. Seine Philosophie zielte auf die kulturelle Einheit Europas; er war zuerst "Bekenner" und dann Professor.

Seit 1938 litt Peter Wust an Oberkieferkrebs und starb im Alter von 56 Jahren. Wenige Tage vor seinem Tod schrieb er den : "Abschiedsbrief" an seine Studenten, der an der Front in Rußland im II. Weltkrieg von Hand zu Hand ging

.
„Mit der Ausstellung wollen wir die Peter-Wust-Gesellschaft und die damit verbundene Zielsetzung - die Pflege des geistigen Erbes von Peter Wust - unterstützen“, so Bernd Mayer, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Untere Saar. Bis Freitag, den 30.07.2010 kann in den Räumen der Hauptstelle der Volksbank Untere Saar eG diese Ausstellung besucht werden.

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Peter-Wust-Gesellschaft e.V.

Verehrte Mitglieder der Gesellschaft!

Anlässlich des 70. Todestages von Peter Wust lädt die Peter-Wust-Gesellschaft zu einer zweitägigen Fahrt nach Münster ein.
Dort lehrte Peter Wust von 1930 bis 1939 an der Westfälischen Wilhelm-Universität. Dort starb er am 3. April 1940. Dort ist im Vorort Mecklenbeck sein Grab, das wir besuchen werden.

Des Weiteren sieht das Programm vor, u. a.:
- eine Begegnung mit dem früheren Trierer Weihbischof und heutigen Bischof von Münster, Dr. Felix Genn,
- eine Stadtführung mit Dr. Marc Röbel, Direktor der Akademie Stapelfeld, der 2008 an der Theologischen Fakultät in Trier mit einer Arbeit zu Peter Wust zum Dr. Theol. promoviert wurde,
- ein Besuch in der Kath. Akademie Münster

Die Zahl der Teilnehmer ist auf 40 begrenzt. Die Übernachtung ist vorgesehen in einem kirchlichen Bildungshaus.
Die Kosten für Fahrt und Übernachtung mit Frühstück: 80,00 Euro.
Abfahrt im Saarland am 19. Juni, 07:00 Uhr mit Zustiegsmöglichkeiten bis Trier und in Wittlich.
Rückkehr am 20. Juni, ca. 20:00 Uhr.

Wenn Sie an der Fahrt teilnehmen möchten, bitten wir um Anmeldung auf beigefügtem Formular.
Erst nach erfolgter Bestätigung bitten wir dann um Überweisung des Betrags von 80,00 € auf das Konto der Peter-Wust-Gesellschaft, Sparkasse Merzig-Wadern, BLZ 593 510 40, Konto-Nr. 101 09 33, Stichwort: Münster.

Sie erfahren dann auch die genauen Zustiegsorte und –zeiten.

Mit freundlichen Grüßen
und mit von der Partie

Dr. Herbert Hoffmann
Präsident der Peter-Wust-Gesellschaft

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Gemeinde Losheim am See
Peter-Wust-Gesellschaft e.V.
125. Geburtstag von Peter Wust

Am 28. August 2009 gedenken wir des 125. Geburtstages von Peter Wust. Zusammen mit der Gemeinde Losheim am See, zu der der Geburtsort Rissenthal gehört, laden wir zu einer Feierstunde in die Eisenbahnhalle Losheim ein (Beginn 20.00 Uhr).

Das Programm der Feierstunde:

  • Musikalische Eröffnung
  • Begrüßung:
    Lothar Christ, Bürgermeister der Gemeinde Losheim am See
  • Grußwort:
    Dr. Herbert Hoffmann, Präsident der Peter-Wust-Gesellschaft
  • Musikbeitrag
  • Peter Wust: Die Ungesichertheit
    des Menschen und der christliche Glaube
    Referent: Prof. Dr. Dr. Werner Schüßler, Trier
  • Musikalischer Ausklang


Musikalische Gestaltung:
Klavier vierhändig – Franz und Alexander Lauer

Gäste sind herzlich willkommen!
Anmeldungen bitte an das Sekretariat der Peter-Wust-Gesellschaft in der CEB – Akademie Hilbringen, Telefon: 0 68 61 – 93 08 0

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Wirken aus christlicher Verantwortung
Schwester Basina Kloos mit dem Peter-Wust-Preis ausgezeichnet

Saarbrücken – Schwester M. Basina Kloos, Generaloberin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen, ist am 29. März in Saarbrücken mit dem Peter-Wust-Preis ausgezeichnet worden. Pfarrer Jürgen Doetsch, Direktor der Katholischen Akademie Trier und Gisbert Eisenbarth, Vorsitzender der Christlichen Erwachsenenbildung (CEB) Merzig, überreichten den von ihren Institutionen zum 26. Mal vergebenen Preis in einer Feierstunde im vollbesetzten Großen Sendesaal des Saarländischen Rundfunks. Wie die Verleihungsurkunde ausweist, erhält Schwester Basina den Peter-Wust-Preis „für ihr Wirken aus christlicher Verantwortung in den Herausforderungen für das Sozialwesen in der modernen Gesellschaft, die sie in führenden Funktionen der Leitung und Verantwortung in der Ordensgemeinschaft und in der St. Elisabeth GmbH/Marienhaus GmbH, Waldbreitbach wahrnimmt. Ihr Engagement für eine soziale und gerechte Gesellschaft verbindet sich mit dem Wunsch, dass soziale Einrichtungen auch in Zukunft nach christlichen Maßstäben geführt werden“.

Im 800. Jahr nach der Gründung der Franziskaner sei mit Schwester Basina die erste Frau aus der franziskanischen Familie unter den Preisträgern, sagte Akademiedirektor Doetsch zu Beginn der Feierstunde, die vom Kammerorchester des Bischöflichen Angela Merici-Gymnasiums in Trier musikalisch gestaltet wurde. Mit der Verleihung wollten die Stifterinnen, die Katholische Akademie Trier und die CEB, das Wirken der Franziskanerinnen im Bistum, in Deutschland und weltweit ehren. Die hohe Auszeichnung solle auch darauf hinweisen, dass der Mensch der Weg der Kirche ist und bleibt. In einer „Lectio“, stellte Pfarrer Dr. Marc Röbel von der Katholischen Akademie Stapelfeld unter dem Titel „Der ganze Mensch“ den zahlreichen Gästen aus Politik, Gesellschaft und Kirche den „anthropologischen Grundimpuls“ im Denken des in Rissenthal geborenen Philosophen Peter Wust vor.

In ihrer Laudatio betonte Sophie Charlotte Fürstin zu Wied den festen Halt, den Schwester Basina im Glauben finde. Als Leiterin eines großen Unternehmens stelle sie sich den Herausforderungen, vom Wettbewerbskampf über Kostendeckung bis zur Vielfalt an Werten, die sie auch ernst nehme. Gleichzeitig lasse sie keinen Zweifel daran, dass sie an dem festhalte, was „ihre Mitte ist und die ihrer Ordensgemeinschaft, nämlich die Verbindlichkeit des Wortes Gottes, das Evangelium von Jesus Christus“. Schwester Basina sei sich des Auftrages ihres Ordens sehr bewusst: den Menschen zu dienen, den Armen, den Kranken, den Hilflosen, den Verzweifelten und den Ausgegrenzten. Es sei ihr wichtig, den in den Einrichtungen der Franziskanerinnen Tätigen ein Vorbild zu sein in tiefer Ehrfurcht und großem Respekt vor der Würde des Menschen, die es zu wahren und zu schützen gelte. So weise sie es auch entschieden ab, den Patienten als Kunden zu betrachten oder ihn so zu benennen. Für Schwester Basina sei das unvereinbar damit, dass der Mensch ein Ebenbild Gottes ist, mit Körper, Seele und Geist. Die Stimme der jetzt Geehrten werde gehört, sie sei offen für Begegnungen, für Fragen und Diskussionen. Schwester Basina richte und verurteile nicht, wo sich die Werte der Menschen nicht mit den Ihrigen decken, sagte Sophie Charlotte Fürstin zu Wied und bezeichnete die Generaloberin als „gerechte und wertgeschätzte Persönlichkeit in unserer Region“.

Schwester Basina Kloos betonte in ihrer Dankesrede, dass sie den Preis angenommen habe für die Schwestern ihrer Gemeinschaft, die in der Zeit von 1933 bis 1940 und danach den Mut bewiesen hätte, „Menschen vor System und Autoritäten zu schützen“, mit großer Unsicherheit und Ungewissheit im Hinblick auf die Konsequenzen ihrer Entscheidungen.

„Schwester Basina ist wahrhaftig eine Persönlichkeit aus dem Herzland europäischer Kultur, die zur Erhaltung des menschlichen Daseins aus christlicher Sicht beiträgt“, bemerkte CEB-Chef Gisbert Eisenbarth, das Statut des Preises zitierend, in seinem Schlusswort. Schwester Basina sei eine glaubwürdige Vertreterin einer von Gottvertrauen und Zukunftsmut geprägten Lebenshaltung.

Quelle: Hans-Georg Schneider, Bischöfliche Pressestelle Saarbrücken

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Begleitbroschüre zum Peter-Wust-Weg vorgestellt
Schülerinnen und Schüler auf den Spuren des saarländischen Philosophen
Rissenthal – Zur jährlichen Wanderung auf den Spuren ihres Namenspatrons hatte die Peter-Wust-Gesellschaft für den 13. September nach Rissenthal eingeladen. Rund 40 Interessierte ließen sich auch vom ständigen Regen nicht abhalten und kamen zum Treffpunkt am Geburtshaus des saarländischen Philosophen. Darunter Schülerinnen und Schüler der nach Peter Wust benannten Gymnasien in Merzig und Wittlich, dazu junge Leute des Merziger Gymnasiums am Stefansberg. Prälat Dr. Herbert Hoffmann, Präsident der Peter-Wust-Gesellschaft, hatte die Oberstufenschüler eingeladen, die Texte auf den Meilensteinen des Peter-Wust-Weges in ihre eigene Lebenswelt und Sprache zu übertragen. 2006 hatte die Peter-Wust-Gesellschaft den Weg eingeweiht, der in etwa der Strecke folgt, die Wust als Kind fast täglich zum Lateinunterricht beim Pfarrer von Wahlen zurück legte. Unterwegs sind zehn Steine aufgestellt, darauf kurze Zitate, typisch für das Denken des Philosophen.
 
„Tugend ist wohl stets mit Wissen vereint, aber das Maß des Wissens allein entscheidet noch lange nicht über das Maß der Tugend“ ist einer der Texte. Dieses Zitat übertrug Michael Wohlmann vom Merziger Gymnasium am Stefansberg in seine Sprache. „Warum also entscheidet das Wissen nicht über das Maß der Tugend? Selbst ein hochbegabter Mensch kann vollkommen untugendsam handeln, wenn ihm dies einen größeren Nutzen bringt und ihm die Tugend schlicht und ergreifend unbequem ist. Er denkt in diesem Fall also utilitaristisch und die Tugend spielt eine untergeordnete Rolle. Das Problem der Tugend liegt also keineswegs darin, dass man sie nicht kennt, sondern in der Tatsache, dass sie manchmal nicht ins praktische Leben übertragen wird, weil sie einen zu hohen Preis fordert und unpraktisch ist“. Weitere junge Leute übersetzten andere Zitate. Wegen des Wetters wählte man zum Vortrag die kleine Scheune des Wust-Geburtshauses. Prälat Hoffman stellte aus diesem Anlass auch die neue Begleitbroschüre zum Peter-Wust-Weg vor, in der zehn prominente Autoren ihre Deutungen der Zitate veröffentlichen, darunter Erzbischof Dr. Reinhard Marx, Diözesanadministrator Bischof Robert Brahm, der bekannte Theologe Professor Dr. Eugen Biser und die Politiker Professor Dr. Bernhard Vogel und Jürgen Schreier. Die jetzt zur Peter-Wust-Wanderung vorgestellten Schüler-Texte sollen in einer Neuauflage der Broschüre aufgenommen werden, kündigte Hoffmann an. Nach der Eingangsstatio in der Scheune, die heute als Ausstellungsraum dient, machte sich die Wandergruppe trotz Dauerregens auf den Weg, allerdings auf eine kürzere als zunächst geplant.
 
Die Broschüre „Mit Peter Wust auf dem Weg von Rissenthal nach Wahlen“ - Erschließungstexte zu Zitaten von Peter Wust“ ist erhältlich bei der Peter-Wust-Gesellschaft, Postfach 2080, 66657 Merzig, Telefon 06861-9308-0, E-Mail: peter.wust@ceb-merzig.de. Preis: 5 Euro.
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Das Gebet öffnet das letzte Tor zur Weisheit
Peter-Wust-Gesellschaft hält seit 25 Jahren geistiges Erbe des Philosophen hoch

Trier/Losheim – 25 Jahre ist sie alt, die Peter-Wust-Gesellschaft. Ihr Ziel: das geistige Erbe des Philosophen Peter Wust hochhalten. Eine wichtige Aufgabe, sind Wusts Worte doch jung geblieben und auch 67 Jahre nach seinem Tod aktueller denn je. Er hatte stets gemahnt, „wachsam auf die geistigen Gefährdungen der Zeit zu achten“. Bereits vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs hatte er das Regime als „ungeistig“ enttarnt und war im kirchlichen Widerstand gegen den Nationalsozialismus aktiv.
So verwunderte es nicht, dass die Peter-Wust-Gesellschaft auch am 17. November im Robert-Schuman-Haus in Trier während der Matinée zu ihrem Geburtstag ihre „Hausaufgaben“ machte: „Wir wollen heute nicht die am 30. März 1982 gegründete Gesellschaft in den Mittelpunkt stellen, sondern Peter Wust selber“, sagte Prälat Dr. Herbert Hoffmann, Präsident der Peter-Wust-Gesellschaft. Die geistige Nahrung dazu hatten Professor Dr. Werner Schüßler, Ordinarius für Philosophie an der Theologischen Fakultät Trier, und Dr. Marc Röbel, Geistlicher Direktor der Katholischen Akademie in Stapelfeld, mitgebracht. Schüßler skizzierte den Lebensweg des im saarländischen Rissenthal geborenen Philosophen, der von „schweren Glaubenskrisen“ nicht verschont blieb, sein Ansinnen, Priester zu werden, aufgab, dann als Professor für Philosophie in Münster „Heimkehr-Tage“ erlebte und „aller müder Skepsis“ zum Trotz „wieder naiv gläubig“ wurde. Nur wenige Monate vor seinem Tod habe er seinen Studenten das „Abschiedswort“ mit auf den Weg gegeben: Nicht die Reflexion, sondern das Gebet sei der „Zauberschlüssel, der das letzte Tor zur Weisheit des Lebens erschließen kann“. Dr. Marc Röbel sagte, „Staunen und Ehrfurcht“ seien für Peter Wust tragende Begriffe gewesen. „Peter Wusts Reflexionen: Das war so etwas wie die Aufklärung der Aufklärung.“ Röbel: „Studenten verschiedener Fakultäten strömten in seine Vorlesungen, obwohl die um 7.15 Uhr begannen.“ Fast in Vergessenheit geraten, sei heute die Neubelebung des Wust-Interesses spürbar.
Der Trierer Generalvikar, Prälat Dr. Georg Holkenbrink, bekannte: „Ich bin auf Peter Wust gestoßen worden.“ Und zwar, als sein Vater Heinrich Holkenbrink 1993 mit dem Peter-Wust-Preis ausgezeichnet werden sollte. Der Staatsminister a.D. war damals bereits von schwerer Krankheit gezeichnet und bat seinen Sohn Georg, die Dankesworte mit ihm zu erarbeiten und vorzutragen. Sie sprachen über Peter Wusts Biographie, die „mich sehr beeindruckte“ genauso wie die „bleibende Ermahnung, nach dem wahren Sinn des Lebens zu fragen“. Für den Peter-Wust-Preisträger 2007, Léon Zeches, Chefredakteur der Zeitung „Luxemburger Wort“ und Generaldirektor der luxemburgischen Verlagsgruppe St. Paul, ist es wichtig, der bedrohlichen Entwicklung in das Vergessen hinein des überreichen Erbes Peter Wusts etwas entgegenzusetzen. Dessen „Erkenntnisphilosophie braucht eine breite Öffentlichkeit“. Lothar Christ, Bürgermeister von Losheim am See, ermunterte zu „geistigen Höhenflügen“ bei einer Wanderung auf dem Peter-Wust-Weg von Rissenthal nach Wahlen. Dabei könne man Peter Wust sehr nahe sein, schließlich habe der als Kind fast täglich die Strecke absolviert, um „von Pfarrer Braun in Latein“ unterrichtet zu werden. Laut Peter Wust waren das inspirierende Gänge und „die schönsten Jahre meines Lebens“.

Die Peter-Wust-Gesellschaft wurde im Rathaus in Losheim (Wust's Heimatdorf Rissentahl ist ein Teil der Gemeinde Losheim am See) gegründet. Die Gründungsversammlung wählte den Intendanten des Saarländischen Rundfunks, Prof. Dr. Hubert Rohde, zum ersten Präsidenten. Als Stellvertreter wurden Pierre Grégoire (Luxemburg) und der Vorsitzende der Christlichen Erwachsenenbildung, Rektor Fritz Bersin, gewählt. Der Direktor der Katholischen Akademie Trier, Dr. Jürgen Wichmann, übernahm die Geschäftsführung. Weitere Mitglieder des Gründungsvorstandes wurden: Dr. Maria Schweitzer, Bürgermeister Raimund Jakobs, Luitwin von Boch-Galhau, Prof. Fernand Hoffmann und Georg Hasenmüller. Die Geschäftsstelle der Gesellschaft wurde in den Büroräumen den Christlichen Erwachsenenbildung in Merzig errichtet.


Bildtext: Prälat Dr. Herbert Hoffmann, Lothar Christ, Bürgermeister von Losheim, Generalvikar Dr. Georg Holkenbrink, Léon Zeches, Dr. Marc Röbel und Prof. Dr. Werner Schüßler

 

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